Liebesgedichte von Dauthendey
Die Krähe Es stehen die Bäume wie Sommerlauben, Die Gräser wehen, und über die Felder voll Ähren Gehen die Scharen der wilden...
Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm, Sie nehmen den Sonnenschein gern in den Arm....
Der Regen wandert über den Fluß Der Regen wandert über den Fluß, Und Wasser durchs Wasser waten muß. Es ist, als schwimmen...
Der Regen scheint besessen Ich hör‘ den Regen dreschen Und übers Pflaster fegen. Der Regen scheint besessen Und will die Welt auffressen....
Das kranke Mädchen Des jungen Mondes Spitze ist so schlank. Wenn ich vor meiner Türe sitze, Wird‘ ich von feinem Lichte krank....
Das Heu liegt tot am Wege Das Heu liegt tot am Wege, Wir gingen ohne zu sehen, Und Amselsang im Gehege, Wir...
Das Feuer will gebären Mohnblumen rot umgehen, Wie Feuerfahnen wehen. Es trutzt des Stieres Horn, Voll Brand ist jeder Dorn. Am Himmel...
Das Dunkel sitzt in den Toren Zur Nachtzeit wachsen den Gassen, Den Winkeln heimliche Ohren. Das Dunkel steht gelassen Und horchend unter...
April spricht Geistersprache April spricht Geistersprache. Wie ein Vergoldermeister Sitzt er am Nachbardache, Spritzt Goldschaum auf Taube und Tauber, Beklebt die Zimmer...
Das Blut bleibt still mir stehen Gesträubte Bäume stehen mit hagern Zweigen, Bestäubte Berge lagern am pechschwarzen Fluß. Wolken gehen und steigen...