Liebesgedichte von Dauthendey



Max Dauthendey - Der Mond, der ohne Wärme lacht


h1 5. Juni 2007 22:23 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Der Mond, der ohne Wärme lacht

Drüben über dem Fluß in der Nacht
Schwimmen die Berge im mondigen Nebel.

Im Fluß, im dunkeln, da funkeln lacht
Die helle Wellen in grellen Kreisen.

Im Himmel steht, großes Feuer entfacht -
Der Mond, der ohne Wärme lacht,

Wie einer, den Liebe längst umgebracht.
Nun lebt er noch als Geist bedacht.

von Max Dauthendey

Max Dauthendey - Der Jungrosen Dorn


h1 5. Juni 2007 22:21 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Der Jungrosen Dorn

Als ob von Freude ein Regen fiel,
Ist jetzt an grünen Dornen
Der wilden Rosen Spiel.

Sie hängen an allen Wegen
Mit Lachen und leichtem Drängen,
Als ob verschämte Gedanken
Mädchen verlegen machen.

Aber der Jungrosen Dorn
Ist weich noch. Will er Dein Blut,
Nimmt er’s im Übermut,
Und lachend ist sein Zorn.

von Max Dauthendey

Max Dauthendey - Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün


h1 5. Juni 2007 22:14 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün
Und selbst der alltägliche Himmel will blühn.
Er wird stündlich größer und tiefer und kühn,
Zieht Bäume und Menschen zu sich hinauf.
Aller Sehnsucht fällt wie ein Schuß aus dem Lauf,
Und Keiner hält mehr die Liebe auf.

von Max Dauthendey






Liebesgedichte von Dauthendey