Liebesgedichte von Fallersleben



Hoffmann von Fallersleben - Du bist die Sonne, die nicht untergeht


h1 16. März 2009 23:45 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Du bist die Sonne, die nicht untergeht,
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wann die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln.

Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heit’rer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud’ und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden!

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Was mir wohl übrig bliebe


h1 19. April 2007 21:47 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Was mir wohl übrig bliebe,
Wenn alles von mir flieht?
Es bleibt noch die Liebe
Und mit ihr manches Lied.
Und mit der Liebe teil’ ich
Des Lebens Fröhlichkeit,
Und mit den Liedern heil’ ich
Der Liebe Gram und Leid.

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Wem Liebe ward zu Eigentume


h1 13. April 2007 21:46 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Wem Liebe ward zu Eigentume,
Dem ward zu eigen die ganze Blume.
Denn Schönheit ist nur Blumenduft,
Gehauchet in die freie Luft
Für alle, für diesen und jenen
Zum Hoffen und Wünschen und Sehnen.
O glücklich, wem zum Eigentume
Mehr ward als nur der Duft der Blume.

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Wenn alles schläft in stiller Nacht


h1 9. April 2007 21:45 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Wenn alles schläft in stiller Nacht,
Die Liebe wacht.
Sie wandelt leise von Haus zu Haus,
Und teilt die schönsten Gaben aus;
Sie bringet Trost für altes Leid,
Bringt neue Lust und Fröhlichkeit. -
Laß, Liebe, deine Gabe mich sein,
Flicht mich in deine Träume mit ein,
Daß d i e, nach der mein Herz verlanget
Und sehnsuchtsglühend banget,
Im Träume mich sieht
Und hört mein Lied.

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Wer noch zweifelt einen Tag


h1 4. April 2007 21:43 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Wer noch zweifelt einen Tag,
Ob ihm Liebe Liebe gibt;
Wer zu denken noch vermag,
Daß er liebet, wenn er liebt -
Hat ein Leben nie begonnen
Und vollendet nie ein Leben,
Und der Erde schönste Wonnen
Wird ihm auch kein Himmel geben.

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Wie die Wolke nach der Sonne


h1 31. März 2007 21:42 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Wie die Wolke nach der Sonne
Voll Verlangen irrt und bangt,
Und durchglüht von Himmelswonne
Sterbend ihr am Busen hangt;

Wie die Sonnenblume richtet
Nach der Sonn’ ihr Angesicht
Und nicht eh’r auf sie verzichtet,
Bis ihr eig’nes Auge bricht;

Wie der Aar auf Wolkenpfade
Sehnend steigt in Himmelszelt
Und berauscht vom Sonnenbade
Blind zur Erde niederfällt:

So auch muß ich schmachten, bangen,
Späh’n und trachten, dich zu sehn,
Will an deinen Blicken hangen
Und an ihrem Glanz vergehn.

Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben - Wie mit glühendem Verlangen


h1 24. März 2007 21:42 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Wie mit glühendem Verlangen
Diese volle Rose blickt!
Aus den purpurroten Wangen
Liebesküss’ und Grüße schickt!

Ja, sie möchte’ es allen sagen:
Ach, wer liebt so heiß wie ich!
Möchte jede Blume fragen:
Liebes Blümchen, liebst du mich?

Und von allen Blumen jene
Bleiche Lilie zu ihr spricht:
Wüßtest du, wie ich mich sehne,
Blicktest du nach allen nicht!

Hoffmann von Fallersleben





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