Liebesgedichte von Lenz



Unser Herz - Jakob Michael Reinhold Lenz


h1 25. November 2009 22:21 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Unser Herz

Kleines Ding, um uns zu quälen,
Hier in diese Brust gelegt,
Wüßte mancher was er trägt,
Würde wünschen, tätst ihm fehlen.

Deine Schläge, wie so selten,
Mischt sich Lust in sie hinein
Und wie sind sie schnell, mit Pein
Jede Lust ihm zu vergelten!

Dennoch, weder Lust noch Qualen
Wär’ weit schrecklicher als das.
Lieber schmelzt mein Herz zu Glas!
Meines Schicksals heiße Strahlen,

Lieben, hassen, streben, zittern,
Hoffen, zagen bis ins Mark.
Ach, das Leben wär’ ein Quark
Tätest du es nicht verbittern.

Jakob Michael Reinhold Lenz

Jakob Michael Reinhold Lenz - An die Sonne


h1 14. Januar 2009 22:07 - Gedicht eingereicht von romantikerin

An die Sonne

Seele der Welt, unermüdete Sonne!
Mutter der Liebe, der Freuden, des Weins!
Ach ohne dich erstarret die Erde
Und die Geschöpfe in Traurigkeit.
Und wie kann ich von deinem Einfluß
Hier allein beseelt und beseligt
Ach wie kann ich den Rücken dir wenden?

Wärme, Milde! Mein Vaterland
Mit deinem süßesten Strahl, nur laß mich,
Ach ich flehe, hier dir näher,
Nah wie der Adler dir bleiben.

Jakob Michael Reinhold Lenz

Urania - Jakob Michael Reinhold Lenz


h1 14. Dezember 2008 22:13 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Urania

Du kennst mich nicht,
Wirst nie mich kennen
Wirst nie mich nennen
Mit Flammen im Gesicht.

Ich kenne dich
Und kann dich missen –
Ach mein Gewissen
Was peinigest du mich?

Dich missen? Nein,
Für mich geboren –
Für mich verloren?
Bei Gott es kann nicht sein.

Sei hoch dein Freund
Und groß und teuer –
Doch ist er treuer
Als dieser, der hier weint?

Und dir mißfällt – –
O Nachtgedanken!!
Kenn ihn, den Kranken,
Sein Herz ist eine Welt.

Jakob Michael Reinhold Lenz

Unser Herz - Jakob Michael Reinhold Lenz


h1 25. November 2008 22:21 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Unser Herz

Kleines Ding, um uns zu quälen,
Hier in diese Brust gelegt,
Wüßte mancher was er trägt,
Würde wünschen, tätst ihm fehlen.

Deine Schläge, wie so selten,
Mischt sich Lust in sie hinein
Und wie sind sie schnell, mit Pein
Jede Lust ihm zu vergelten!

Dennoch, weder Lust noch Qualen
Wär’ weit schrecklicher als das.
Lieber schmelzt mein Herz zu Glas!
Meines Schicksals heiße Strahlen,

Lieben, hassen, streben, zittern,
Hoffen, zagen bis ins Mark.
Ach, das Leben wär’ ein Quark
Tätest du es nicht verbittern.

Jakob Michael Reinhold Lenz

Liebesgedicht Jakob Lenz - Aus ihren Augen lacht die Freude


h1 17. März 2006 15:35 - Gedicht eingereicht von romantikerin

Aus ihren Augen lacht die Freude

Aus ihren Augen lacht die Freude,
Auf ihren Lippen blüht die Lust,
Und unterm Amazonenkleide
Hebt Mut und Stolz und Drang die Brust;
Doch unter Locken, welche fliegen
Um ihrer Schultern Elfenbein,
Verrät ein Seitenblick beim Siegen
Den schönen Wunsch besiegt zu sein.

von Jakob Lenz





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