Liebesgedichte von Uhland



Ludwig Uhland - Die Königstochter


h1 5. Juli 2007 21:57 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Die Königstochter

Des Königs von Spanien Tochter
Ein Gewerb’ zu lernen begann.
Sie wollte wohl lernen nähen,
Waschen und näh’n fortan.

Und bei dem ersten Hemde,
Das sie sollte gewaschen han,
Den Ring von ihrem Finger
Hat in’s Meer sie fallen lan.

Sie war ein zartes Fräulein,
Zu weinen sie begann.
Da zog des Wegs vorüber
Ein Ritter lobesan.

“Wenn ich ihn wiederbringe,
Was gibt die Schöne dann?”
“Einen Kuß von meinem Munde
Ich nicht versagen kann.”

Der Ritter sich entkleidet,
Er taucht in’s Meer wohlan,
Und bei dem ersten Tauchen
Er nichts entdecken kann.

Und bei dem zweiten Tauchen
Da blinkt der Ring heran,
Und bei dem dritten Tauchen
Ist ertrunken der Rittersmann.

Sie war ein zartes Fräulein,
Zu weinen sie begann.
Sie ging zu ihrem Vater:
“Will kein Gewerb’ fortan!”

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Die Kapelle


h1 30. Juni 2007 21:55 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab,
Drunten singt bei Wies’ und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab’.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal:
Hirtenknabe! Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Die Heimkehr


h1 25. Juni 2007 21:04 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Die Heimkehr

Bei einem Wirte, wundermild,
Da war ich jüngst zu Gaste;
Ein goldner Apfel war sein Schild
An einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum,
Bei dem ich eingekehret,
Mit süßer Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
Viel leichtbeschwingte Gäste;
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu süßer Ruh’
Auf weichen grünen Matten,
Der Wirt, er deckte selbst mich zu
Mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt’ ich nach der Schuldigkeit,
Da schüttelt’ er den Wipfel.
Gesegnet sei er allezeit
Von der Wurzel bis zum Gipfel!

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Des Sängers Fluch


h1 20. Juni 2007 21:01 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Des Sängers FluchEs stand in alten Zeiten ein Schloß so hoch und hehr,
Weit glänzt’ es über die Lande bis an das blaue Meer,
Und rings von duft’gen Gärten ein blütenreicher Kranz,
D’rin sprangen frische Brunnen in Regenbogenglanz.

Dort saß ein stolzer König, an Land und Siegen reich.
Er saß auf seinem Throne so finster und so bleich;
Denn was er sinnt, ist Schrecken, und was er blickt, ist Wut,
Und was er spricht, ist Geißel, und was er schreibt, ist Blut.

Einst zog nach diesem Schlosse ein edles Sängerpaar:
Der ein’ in goldnen Locken, der andre grau von Haar;
Der Alte mit der Harfe, der saß auf schmucken Roß,
Es schritt ihm frisch zur Seite der blühende Genoß.

Der Alte sprach zum Jungen: “Nun sei bereit, mein Sohn!
Denk’ unsrer tiefsten Lieder, stimm’ an den vollsten Ton,
Nimm alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Schmerz;
Es gilt uns heut’ zu rühren des Königs steinern Herz.”

Schon stehn die beiden Sänger im hohen Säulensaal,
Und auf dem Throne sitzen der König und sein Gemahl;
Der König furchtbar prächtig, wie blut’ger Nordlichtschein,
Die Königin süß und milde, als blickte Vollmond drein.

Da schlug der Greis die Seiten, er schlug sie wundervoll,
Daß reicher, immer reicher der Klang zum Ohre schwoll.
Dann strömte himmlisch helle des Jünglings Stimme vor,
Des Alten Sang dazwischen wie dumpfer Geisterchor.

Sie singen von Lenz und Liebe, von sel’ger, goldner Zeit,
Von Freiheit, Männerwürde, von Treu’ und Heiligkeit;
Sie singen von allem Süßen, was Menschenbrust durchbebt,
Sie singen von allem Hohen, was Menschenherz erhebt.

Die Höflingsschar im Kreise verlernet jeden Spott,
Des Königs trotz’ge Krieger, sie beugen sich vor Gott,
Die Königin, zerflossen in Wehmut und in Lust,
Sie wirft den Sängern nieder die Rose von ihrer Brust.

“Ihr habt mein Volk verführet, verlockt ihr nun mein Weib?”
Der König schreit es wütend, er bebt am ganzen Leib.
Er wirft sein Schwert, das blitzend des Jünglings Brust durchdringt,
Draus, statt der goldnen Lieder, ein Blutstrahl hoch aufspringt.

Und wie vom Sturm zerstoben ist all’ der Hörer Schwarm;
Der Jüngling hat verröchelt in seines Meisters Arm,
Der schlägt um ihn den Mantel und setzt ihn auf das Roß,
Er bind’t ihn aufrecht feste, verläßt mit ihm das Schloß.

Doch vor dem hohen Tore, da hält der Sängergreis,
Da faßt er seine Harfe, sie, aller Harfen Preis,
An einer Marmorsäule, da hat er sie zerschellt,
Dann ruft er, daß es schaurig durch Schloß und Gärten gellt:

“Weh’ euch, ihr stolzen Hallen! Nie töne süßer Klang
Durch eure Räume wieder, nie Saite noch Gesang,
Nein, Seufzer nur und Stöhnen und scheuer Sklavenschritt,
Bis euch zu Schutt und Moder der Rachegeist zertritt!

“Weh’ euch, ihr duft’gen Gärten im holden Maienlicht!
Euch zeig’ ich dieses Toten entstelltes Angesicht,
Daß ihr darob verdorret, daß jeder Quell versiecht,
Daß ihr in künft’gen Tagen versteint, verödet liegt.

“Weh’ dir, verruchter Mörder! du Fluch des Sängertums!
Umsonst sei all’ dein Ringen nach Kränzen blut’gen Ruhms;
Dein Name sei vergessen, in ew’ge Nacht getaucht,
Sei, wie ein letztes Röcheln, in leere Luft verhaucht!”

Der Alte hat’s gerufen, der Himmel hat’s gehört;
Die Mauern liegen nieder, die Hallen sind zerstört,
Noch eine hohe Säule zeugt von verschwund’ner Pracht,
Auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht.

Und rings, statt duft’ger Gärten, ein ödes Heideland:
Kein Baum verstreuet Schatten, kein Quell durchdringt den Sand;
Des Königs Namen meldet kein Lied, kein Heldenbuch:
Versunken und vergessen! - das ist des Sängers Fluch.

Autor: Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Des Knaben Berglied


h1 15. Juni 2007 20:59 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Des Knaben Berglied

Ich bin vom Berg der Hirtenknab’,
Seh’ auf die Schlösser all’ herab,
Die Sonne strahlt am ersten hier,
Am längsten weilet sie bei mir.
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Hier ist des Stromes Mutterhaus,
Ich trink ihn frisch vom Stein heraus;
Er braust vom Fels im wilden Lauf,
Ich fang’ ihn mit den Armen auf.
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Der Berg, der ist mein Eigentum,
Da ziehn die Stürme rings herum,
Und heulen sie von Nord und Süd,
So überschallt sie doch mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Sind Blitz und Donner unter mir,
So steh’ ich doch im Blauen hier;
Ich kenne sie und rufe zu:
Laßt meines Vaters Haus in Ruh’!
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Und wenn die Sturmglock einst erschallt,
Manch Feuer auf den Bergen wallt,
Dann steig’ ich nieder, tret’ in’s Glied
Und schwing’ mein Schwert und sing’ mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Autor: Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Der weiße Hirsch


h1 10. Juni 2007 20:57 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Der weiße Hirsch

Es gingen drei Jäger wohl auf die Pirsch,
Sie wollten erjagen den weißen Hirsch.

Sie legten sich unter den Tannenbaum,
Da hatten die drei einen seltsamen Traum.

Der Erste

Mir hat geträumt, ich klopf’ auf den Busch,
Da rauschte der Hirsch heraus, husch husch!

Der Zweite

Und als er kam mit der Hunde Geklaff,
Da brannt’ ich ihm auf das Fell, piff, paff!

Der Dritte

Und als ich den Hirsch an der Erde sah,
Da stieß ich lustig in’s Horn, tara!

So lagen sie da und sprachen, die drei.
Da rannte der weiße Hirsch vorbei.

Und eh’ die drei Jäger ihn recht gesehn,
So war er davon über Tiefen und Höhn.

Husch, husch! piff paff! trara!

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Siegfried’s Schwert


h1 5. Juni 2007 22:09 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Siegfried’s Schwert

Jung Siegfried war ein stolzer Knab’,
Ging von des Vaters Burg herab.

Wollt’ rasten nicht in Vaters Haus,
Wollt’ wandern in alle Welt hinaus.

Begegnet’ ihm manch’ Ritter wert
Mit festem Schild und breiten Schwert.

Siegfried nur einen Stecken trug,
Das war ihm bitter und leid genug.

Und als er ging im finstern Wald,
Kam er zu einer Schmiede bald.

Da sah er Eisen und Stahl genug,
Ein lustig Feuer Flammen schlug.

“O Meister, liebster Meister mein!
Laß du mich deinen Gesellen sein!

Und lehr’ du mich mit Fleiß und Acht,
Wie man die guten Schwerter macht!”

Siegfried den Hammer wohl schwingen kunnt,
Er schlug’ den Amboß in den Grund.

Er schlug, daß weit der Wald erklang,
Und alles Eisen in Stücke sprang.

Und von der letzten Eisenstang’
Macht er ein Schwert so breit und lang.

“Nun hab’ ich geschmiedet ein gutes Schwert,
Nun bin ich wie and’re Ritter wert.

Nun schlag’ ich wie and’rer Held
Die Riesen und Drachen in Wald und Feld.”

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Schwäbische Kunde


h1 5. Juni 2007 22:07 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Schwäbische Kunde

Als Kaiser Rotbart lobesam
Zum heil’gen Land gezogen kam,
Da mußt’ er mit dem frommen Herr
Durch ein Gebirge, wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
Viel Steine gab’s und wenig Brot,
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgetan.
Den Pferden war’s so schwach im Magen,
Fast mußt’ der Reiter die Mähre tragen.
Nun war ein Herr aus Schwabenland,
Von hohem Wuchs und starker Hand,
Des Rösslein war so krank und schwach,
Er zog es nur am Zaume nach,
Er hätt’ es nimmer aufgegeben,
Und kostet’s ihm das eigne Leben.
So blieb er bald ein gute Stück
Hinter dem Heereszug zurück.
Da sprengten plötzlich in die Quer
Fünfzig türkische Reiter daher,
Die huben an auf ihn zu schießen,
Nach ihm zu werfen mit den Spießen.
Der wackre Schwabe forcht’ sich nit,
Ging seines Weges Schritt für Schritt,
Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken,
Und tät nur spöttisch um sich blicken,
Bis einer, dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang.
Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß’ zugleich.
Als er das Tier zum Fall gebracht,
Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch in Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken:
Zur Rechten sieht man, wie zur Linken,
Einen halben Türken heruntersinken.
Da packt die andern kalter Graus,
Sie fliehen in alle Welt hinaus,
Und jedem ist’s, als würd’ ihm mitten
Durch Kopf und Hals hindurchgeschnitten.
Drauf kam des Wegs ‘ne Christenschar,
Die auch zurückgeblieben war,
Die sahen nun mit gutem Verdacht,
Welch Arbeit unser Held gemacht.
Von denen hat’s der Kaiser vernommen,
Der ließ den Schwaben vor sich kommen,
Er sprach: “Sag’ an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich’ gelehrt?”
Der Held bedacht’ sich nicht zu lang:
“Die Streiche sind bei uns im Schwang,
Sie sind bekannt im ganzen Reiche,
Man nennt sie halt nur Schwabenstreiche.”

von Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Der Schenk von Limburg


h1 5. Juni 2007 20:57 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Der Schenk von Limburg

Zu Limburg auf der Feste,
Da wohnt ein edler Graf,
Den keiner seiner Gäste
Jemals zu Hause traf;
Er trieb sich allerwegen
Gebirg’ und Wald entlang,
Kein Sturm und auch kein Regen
Verleidet’ ihm den Gang.

Er trug ein Wams von Leder
Und einen Jägerhut
Mit mancher wilden Feder,
Das steht den Jägern gut;
Es hing ihm an der Seiten
Ein Trinkgefäß von Buchs.
Gewaltig konnt er schreiten
Und war von hohem Wuchs.

Wohl hatt’ er Knecht’ und Mannen
Und hatt’ ein tüchtig Roß,
Ging hoch zu Fuß von dannen
Und ließ daheim den Troß.
Es war sein ganz Geleite
Ein Jagdspieß, stark und lang,
Mit dem er über breite
Waldströme kühn sich schwang.

Nun hielt auf Hohenstaufen
Der deutsche Kaiser Haus,
Der zog mit hellen Haufen
Einstmals zu jagen aus.
Er rannt’ auf eine Hinde
So heiß und hastig vor,
Daß ihn sein Jagdgesinde
Im wilden Forst verlor.

Bei einer kühlen Quelle
Da macht’ er endlich Halt;
Gezieret war die Stelle
Mit Blumen mannigfalt.
Hier dacht’ er sich zu legen
Zu einem Mittagsschlaf,
Da rauscht’ es in den Hängen,
Und stand vor ihm der Graf.

Da hub er an zu schelten:
“Treff’ ich den Nachbar hie?
Zu Hause weilt er selten,
Zu Hofe kommt er nie:
Man muß im Walde streifen,
Wenn man ihn sehen will,
Man muß ihn tapfer greifen,
Sonst hält er nirgends still.”

Als drauf ohn’ alle Fährte
Der Graf sich niederließ,
Und neben in die Erde
Die Jägerstange stieß,
Da griff mit beiden Händen
Der Kaiser nach dem Schaft:
“Den Spieß muß ich mir pfänden,
Ich nehm’ ihn mir zur Haft.

Der Spieß ist mir verfangen,
Des ich so lang’ begehrt,
Du sollst dafür empfangen
Hier dies mein bestes Pferd.
Nicht schweifen im Gewälde
Darf mir ein solcher Mann,
Der mir zu Hof und Felde
Viel besser dienen kann.”

“Herr Kaiser, wollt vergeben!
Ihr macht das Herz mir schwer.
Laßt mir mein freies Leben
Und laßt mir meinen Speer!
Ein Pferd hab’ ich schon eigen,
Für eures sag’ ich Dank!
Zu Rosse will ich steigen,
Bin ich “mal alt und krank.”

“Mit dir ist nicht zu streiten,
Du bist mir allzu stolz.
Doch führst du an der Seiten
Ein Trinkgefäß von Holz;
Nun macht die Jagd mich dürsten,
Drum tu’ mir das, Gesell,
Und gib mir eins zu dürsten
Aus diesem Wasserquell.”

Der Graf hat sich erhoben,
Er schwenkt den Becher klar,
Er füllt ihn an bis oben,
Hält ihn dem Kaiser dar.
Der schlürft mit vollen Zügen
Den kühlen Trank hinein
Und zeigt ein solch Vergnügen,
Als wär’s der beste Wein.

Dann faßt der schlaue Zecher
Den Grafen bei der Hand:
“Du schwenktest mir den Becher
Und fülltest ihn zum Rand,
Du hieltest mir zum Munde
Das labende Getränk:
Du bist von dieser Stunde
Des deutschen Reiches Schenk!”

Autor: Ludwig Uhland

Ludwig Uhland - Der gute Kamerad


h1 25. Mai 2007 17:01 - Gedicht eingereicht von liebesgedichte

Der gute Kamerad

Ich hatt’ einen Kameraden,
Einen bessern find’st du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
In gleichem Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen,
Gilt’s mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen,
Als wär’s ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad’.
Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib’ du im ew’gen Leben,
Mein guter Kamerad!

Autor: Ludwig Uhland 






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