Liebesgedicht - Der schwere Traum


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Der schwere Traum

Ich hab die Nacht geträumet
Wohl einen schweren Traum;
Es wuchs in meinem Garten
Ein Rosmarinenbaum.

Ein Kirchhof war der Garten,
Ein Blumenbeet das Grab,
Und von dem grünen Baume
Fiel Kron und Blüte ab.

Die Blätter tät ich sammeln
In einen goldnen Krug,
Der fiel mir aus den Händen,
Daß er in Stücke schlug.

Draus sah ich Perlen rinnen
Und Tröpflein rosenrot.
Was mag der Traum bedeuten?
Ach Liebster, bist du tot?



Ein Kommentar zu “Liebesgedicht - Der schwere Traum”

  1. […] An vielen der Texte hängt mein Herz, wie “Es waren zwei Königskinder” oder “Der schwere Traum” und ich finde einen neuen Beweis dafür, dass mein Musik LK-Lehrer Recht behält, wenn er sagt, dass romantisches Liedgut textlich zwar schön sei, aber erst durch Musik vollendet an Gefühl ausgedrückt werden kann, was dem Text in bloßer gesprochener Form meist fehlt. Und um beim Bezug zur Schule zu bleiben - vertont wurde auch “Wandrers Nachtlied II - Ein Gleiches“, zu dem wir unsere erste Deutschklausur dieses Schuljahres geschrieben haben, in der ich nicht ganz unberechtigt erwähnte, dass es aufgrund seines Metrums eigentlich nicht singbar sei, trotz des Titels. Es kann fantastisch sein, eines Besseren belehrt zu werden. […]




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