Romantische Gedichte

Das schlafende Mädchen – von Gerstenberg

Schlummre, schlummre sanft, o Schöne!
Stört sie nicht, der Nachtigallen Töne!
Sterblich ist sie nicht: ach nein!
Eine Göttin muss sie sein.
O ich will auf diesen Auen
Gleich ihr einen Altar bauen;
Weihrauch will ich auf ihn streun:
Ja! – sie kann nicht sterblich sein.
Aber wenn sie nun erwachet;
Freundlich diese Wange lachet –
Armes Herz ! wie wird dirs gehn!
O wie schlummert sie so schön!

Heinrich Wilhelm von Gerstenberg


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An eine Rose – von Gerstenberg

Du kleine Rose, glaube mir,
Du sollst Lucindens Busen schmücken.
Ich selber will dich ihr
Itzt auf den vollen Busen drücken.

Dann sag ich: „Mädchen, küsse mich,
Sieh, dies hat Flora dir geweihet.
Sieh, wie die Rose sich
Schon über ihre Stelle freuet:“

Doch untersteht ein Jüngling sich
Dich von dem Busen abzubrechen:
Dann, Rose, räche mich,
Dann musst du ihn gewaltsam stechen.

Doch wenn in meines Mädchens Brust
Nach mir sich zarte Wünsche regen –
O die geliebte Brust !
Dann hauch ihr süßen Duft entgegen.

Heinrich Wilhelm von Gerstenberg


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An Ihren Spiegel – Fleming

O Du drey- viermahl mehr glückseeliger
als ich!
Der du der Liebsten Glantz
in deinem Auge trägest
und selbst zu lieben sich
das schöne Kind bewegest
daher sie nur wird stoltz
sieht weit hin über mich
Giebt ihre Gunst ihr selbst
und achtet mehr auff dich
In dem du bist bemüht
und höchsten Fleiß anlegest
daß du dich
wie sie sich
an allen Gliedern regest
durch dich schaut sie sich an
und redet selbst mit sich.
Du rechtes Freuden-werck
von früh an bis zu Nachte
wie mach‘ ichs
daß ich sie doch einmahl so betrachte
als wie du allzeit thust?
So meyn‘ ich kan es gehn
Versuch es einen Tag
und gönne mir dein Glücke.
Und daß ich wieder gleich
in ihre Blicke blicke
So laß dies Auge hier
an deine Stelle stehn.

Paul Fleming


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Schlaflied – Rilke

Einmal, wenn ich dich verlier,
wirst du schlafen können, ohne
daß ich wie eine Lindenkrone
mich verflüstre über dir?

Ohne daß ich hier wache und
Worte, beihnah wie Augenlider,
auf deine Brüste, auf deine Glieder
niederlege, auf deinen Mund

Ohne daß ich dich verschließ
und dich allein mit Deinem lasse,
wie einen Garten mit einer Masse
von Melissen und Stern-Anis.

Rainer Maria Rilke


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Es ist Nacht – Morgenstern

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält’s nicht aus,
hält’s nicht aus mehr bei mir.
Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

Christian Morgenstern


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Wie soll ich meine Seele halten – Rilke

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an Deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?

Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.

Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.

Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Rainer Maria Rilke


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Melodie des Herzens

deine Melodie klingt
in mir
Du……
Teil meiner
Seele

leise singe ich mir
unsere Lieder ins Herz
zart,ganz zart
erfüllt sich mein
Innerstes mit Wehmut

ich ertrinke in
Erinnerungen,
die so wunderschön,
so zauberhaft

federleicht
auf weichen Wolken
gebettet
trägt der Wind
die Melodie meines
Herzens
zu dir

sie wird dein trauriges
Herz sanft streicheln
und dich erinnern

an dieses unfaßbare
Glück
das unsere Seelen
nur für kurze Zeit
spüren durften

nur für kurze Zeit…

Autor: nicht bekannt


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Du bist die Liebe meines Lebens

Du bist die Liebe meines Lebens, meine Zuversicht, mein Sein.
Du zeigst mir neue Wege und verschließt andere.
Du allein bestimmst wie es mit mir weiter geht.
Nur du lernst mich so kennen wie ich bin und sein möchte.
Du machst mich traurig und wieder glücklich.
Du schenkst mir Vertrauen, wenn andere es schon lange nicht mehr haben.
Nur du kannst mich hoffen lassen auch wenn alles hoffnungslos erscheint.
Und lässt mich wieder aus halbvollen Gläsern trinken.
Du allein glaubst wirklich an mich.
Und nur du kannst mich am Leben erhalten, wenn die Sehnsucht des für immer
Vergessen wollens so nah.
Ich liebe mich, mal mehr, mal weniger;)

Autor: unbekannt


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Frei

Ich blicke zurück auf den Weg,
der hinter mir liegt.
Sehe die Scherben, die du hinterlassen hast.

Doch es tut nicht mehr weh.
Es sticht nicht mehr in mein Herz.
Ich bin endlich frei.

Dachte, ohne dich würde ich es nie schaffen.
Ohne dich hätte das Leben keinen Sinn.
Doch nun blicke ich zurück, auf den Weg,
der hinter mir liegt.
Wie schlecht du mich behandelst hast.

Doch es tut nicht mehr weh.
Sticht nicht mehr in mein Herz.
Ich bin endlich frei.

Habe geglaubt, deine Liebe wäre für immer.
Doch sie war nur auf Zeit.
Heute weiß ich es besser ohne dich geht es auch.

Denn du tust mir nicht mehr weh.
Stichst mir nicht mehr in mein Herz.
Endlich bin ich frei.


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Eine Träne – Liebesgedicht

Eine Träne läuft meine Wange herab,
sie glänzt und funkelt im Licht.
Sie läuft ganz langsam an meiner Nase vorbei
und streift dann ganz sanft meine Lippen.
Sie versucht zu mir zu flüstern,
doch es ist zu leise, ich versteh es nicht.
Ich streng mich an und höre zu,
lausche was ihre liebliche Stimme sagt.
Und dann kann ich sie hören, so süß,
sie redet zu mir, so wie du zu mir.
Jetzt denke ich nur noch an dich,
wie du redest, sprichst und dich verhältst.
Wie zärtlich und liebevoll mich
deine Blicke tief ins Herz treffen.
Wie jedes Wort von dir
ganz zärtlich mein Ohr berührt.
Ich spüre wie du sagst „Ich liebe dich“.

Autor: unbekannt


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